"Unterwegs" nach Frankfurt 2

Mittwoch, 25.02.2015

Mir wurde schon gesagt, ich sei selber Schuld. SOWAS passiert, wenn man schreibt "Es endet, wie es begonnen hat". Damit habe ich doch aber nur meine Zeit in Auckland gemeint :(... UND NICHT DIE GANZE HIN/RÜCKREISE.

Und die Hinreise war nicht mal so daneben wie der Weg zurück. Irgendwas wollte, dass ich nicht da ankomme.
Der Anfang war super. Wir mussten um 10 Uhr ausziehen und sind von da an durch Melbourne gewandert. Es gibt immer etwas zu sehen (ich war auf dem Eureka Tower), Eis essen, Parks genießen, picknicken. Eigentlich das, was wir sowieso immer machen.

Wir haben am Jarra River gegessen und dann Marinas Gepäck geholt und sind zum Busbahnhof. Da mussten wir uns dann wieder für eine lange Zeit verabschieden. Aber wir wissen ja jetzt aus Erfahrung, dass das am Ende keinen Unterschied macht. Ihre Seite unser tollen gemeinsamen Zeit kann man bei ihr lesen! :)

Dann bin ich wieder hoch auf den Eureka Tower, um den Sonnenuntergang und die vielen Lichter über der Stadt zu sehen. Mit meinem gesamten Gepäck bin ich dann in die erstaunlich volle Tram eingestiegen. Mit den ganzen Rucksäcken erweckt man immer viel Aufmerksamkeit. Ich wurde noch zu ein paar Parties eingeladen... sicher damit es etwas voller aussieht.
Ich war viel zu früh am Flughafen und konnte noch nicht einchecken. Es ging mir nach dem Tag in der Sonne (vermutlich deshalb) nicht so gut. Ich habe auf dem Boden neben der Steckdose und einem Haufen meiner Sachen gesessen und gewartet. Auf dem Weg zum Gate wurde ich in jedem Sicherheitscheck zur Extra-Stichprobe rausgesammelt.
Das Flugzeug nach Kuala Lumpur war fast leer und da stiegen nur wenig dazu. Man hatte also relativ viel Platz und konnte ohne Probleme seinen Sitz zurücklegen.

Uuuund dann (jetzt kommt der spannend Teil der Rückreise): konnten wir wegen eines Sandsturms nichts landen. Leider hatten sie uns wie üblich 30 Minuten vor Landung Decken und Kopfhörer weggenommen. Also hingen wir dann noch eine Stunde nun auch kalt und langweilig in der Luft. Als wir landeten hieß es noch "keine Panik, Sie bekommen alle ihre Anschlüsse". Es war mir zugegeben etwas suspekt, aber ich dachte, wir befinden uns schließlich bei Emirates im Flugzeug und nicht im Zug. Die werden das schon regeln. Joa, das haben sie auch irgendwie.
Aus dem Flugzeug raus wurden alle nach Istanbul, Frankfurt und einige andere rausgesammelt und zu einem anderen Schalter gebracht. Da hatte mein Boarding gerade seit fünf Minuten geschlossen.


An dem Schalter baute gerade jemand Kuchen, Snacks und Getränke auf. Merke: Das ist an Flughäfen ein schlechtes Zeichen!!
Es stellte sich heraus, dass der Schalter uns neue Flüge vermitteln sollte. Das war ärgerlich. Ich habe wieder rachsüchtig rumgekrümelt.
Es war schon halb 3. Eine "Nacht" Hotel und dann morgens um 3 ein neuer Flug über Istanbul nach Frankfurt. Als wir durch alle Schranken gekommen waren und mit einem 24h Visa ausgestattet zum Hotel-Schalter gegangen sind, war es schon gegen 5. Wir wurden "upgegeradet" und sollten angeblich in ein besseres Hotel kommen. Leider hatte das dem Fahrer niemand gesagt, wir wurden alle in irgendeins gefahren. Nicht so dramatisch, wir hatten nach wieder endlosen anstehen jeder ein eigenes Zimmer (mit Bad!!) und das Essen am Abend war auch toll. Viel Schlaf gab es dann zwar nicht, weil wir schon um halb 1 wieder zum Flughafen waren sollten aber ein paar Stunden richtig liegen, war schon schön.
Warum eigentlich wir; drei andere hatten das gleiche Problem wie ich und wir haben uns erstmal zusammen getan. Also; wir befinden uns auf dem Weg zum Flughafen. Leider hatte wir nicht alle den gleichen Flug also Aufteilung in zwei-zwei und die anderen verabschieden. Wir mussten dann mit dem Bus zu einem anderen Terminal. Dort wieder endlos anstehen, um am Ende zu hören; nee, sorry. Haben euch nicht in unserem System. Komm in 40 Minuten noch mal her.
Vorsichtig zum Emirates Schalter; Du? Da stimmt was nicht.

Es war allerdings niemand von dem Buchungsschalter zu erreichen (ach wirklich? Komisch so um 1 Uhr in der Nacht). Wieder zum Check-In. Immernoch nichts. Zum Emirates- Schalter. Auch nichts erreicht, da muss eigentlich was sein, ihr verpasst bald den Flug aber geht mal zurück zu Terminal 3.

Die gucken verwirrt auf unser "Ticket" (ein lieblos ausgedruckter A4 Wisch mit ein paar Daten darauf); "Ihr müsst zu Terminal 1!! Sonst verpasst ihr den Flug!". Nein. Da müssen wir ganz sicher nicht hin. Wir bleiben jetzt hier und ihr macht das heil.
"Aber da ist eine Buchung..." "Komisch, die sagen nein!" *losrennen und mehr Leute suchen, die keine Ahnung hatten* "Da müsste eine Buchung sein. Aber sie verpassen jetzt den Flug, also müssen wir Ihnen einen neuen buchen." *neeeeein* Ich kann nicht mehr sagen, was daran schlimmer war. Dass ich wieder später nach Hause komme (und mein Willkommes-Kaffee-trinken mit der Familie ausfällt) oder dass sie wieder "buchen".
Das dauerte etwas und wir sollten uns beschäftigen. Noch nie habe ich so viel Kaffee gehabt (und das sollte sich noch rächen). Neuer Flug, leider erst in 10 Stunden; "Hier ist ihr Hotel-Voucher." "Und wenn ich den nicht will? Kann ich nicht einfach hier bleiben?" "Sie können erst sechs Stunden vor Abflug hinter die Schranken." "Dann nehmen wir diesen blöden Voucher eben mit."
Das Highlight am Ende im Hotel: "Oh. Willkommen zurück" *aaaaaaaaaaaah*
Ich konnte kaum schlafen, Rache des Kaffees und das starke Gefühl endlich nach Hause zu wollen. Nach ein paar Stunden wieder zum Flughafen und durch den Duty-Free Bereich bummeln.
Auch beim Ticket-Check am Gate gab es Probleme, weil irgendwas denen nicht passte. Das hat mein Kumpel allerdings geregelt, bevor ich da war (Danke!). Endlich in der Luft in einem extrem vollen Flugzeug konnte ich mich entspannen. Immerhin ist der nächste Stop schon Frankfurt!
Etwas nervös hat uns die Frage bei der neuen Buchung gemacht, ob wir unser Gepäck haben. Das hatten wir nämlich seit Melbourne nicht mehr gesehen. Der Verdacht, dass es überall aber NICHT in Frankfurt ist, war stark. Überraschenderweise war es das letzte was auf das Fließband purzelte. Also alles da (bis auf meine gelbe Trinkflasche :().
Nun der abspannende Abspann; ich habe einen ICE erreicht, der direkt gefahren ist und nur 40 Minuten zu spät in Hamburg angekommen ist.
Das Happy End; Mama und Papa haben mich mit bemaltem Laken und Blumen empfangen und eingesammelt. Zuhause war Nora auch da und wir haben Kuchen gegessen und erzählt bis irgendwann alle ins Bett mussten. Endlich, mein eigenes Bett mit Unmengen Kissen, Platz, kein Nachttischlicht und unbelegte Steckdose.

Ich hoffe, das war eine nette Geschichte! xx

Dekolichter

Mittwoch, 25.02.2015

Roadtrip mit Malin und echt mal Australien, das sind keine Abblendlichter. Das ist nichts!

Ich kann meinen Atem sehen!

Mittwoch, 25.02.2015

Ja, es ist wahr! Ich bin wieder zurück im Lande! :D
Letztendlich habe es irgendwann dann auch geschafft, nach Hause zu kommen, heil, am Stück und unversehrt. Die ersten Dinge, die ich nach der Landung gesagt habe; "Guck mal, wie winterlich die alle aussehen!", "Oh, ist das KALT.", "Ich kann meinen Atem sehen!", "Wetten, unser Koffer ist in Istanbul?" (Ergibt bald Sinn.)
Ich hatte leider (wieder) mein Ladekabel verloren und deshalb gab es bisher noch keine Updates von mir. Außerdem ist meine Kamera kaputt gegangen :/
Die Kurzform; ich bin nach Melbourne geflogen, haben da erst Bekannte besucht, dann bin ich die Great Ocean Road langefahren und habe noch mehr Freunde getroffen!
Ich war bei schönstem Wetter bestens beschäftigt.
Mein Rückflug verlief bis Dubai gut, dann bin ich etwas vom Plan angekommen und habe deshalb etwas länger nach Hause gebraucht.

Doch heute habe ich es tatsächlich geschafft meinen antiken Laptop hochzufahren, eine Geduldsprobe. Die nächsten Tage werde ich dann fleißig die letzten Wochen nachtragen!
Ich habe nicht vergessen, dass ich noch eine Party machen wollte! Das dauert allerdings bestimmt noch ein paar Wochen bis das so weit ist. Ein bisschen gibt es zu erledigen und ich bin kaum wieder da, voll Energie dabei. Ich möchte das außerdem gerne draußen machen. Es sei mir gegönnt, ich konnte bisher kaum Parties im Garten feiern! Wer nicht mehr warten kann, darf sich gerne schon bei mir melden (Achtung, neue Handynummer!). xx

Der Anfang wie das Ende

Dienstag, 10.02.2015

Ich sitze wieder im Office der Partnerorganisation. Es ist bedeckt und es arbeiten noch die gleichen Leute hier. Der einzige Unterschied ist, dass ich meinen ganzen Kram dabei habe und etwas bräuner als vor ungefähr fünf Monaten.
An meinem letzten Abend hier war ich mit einer Freundin essen. Sie arbeitet für Coca-Cola und hat ein Firmenauto mit Blasen und Werbung drauf, das sie "Bubbles" nennt.
Ich hatte einen tollen letzten Blick auf die Skyline bei Nacht und habe das letzte Mal in diesem wackligen Bett geschlafen.
Jetzt bin ich bereit zur Abreise und freue mich auf neue Abendteuer in Melbourne.
Ich bin glücklich mit meiner Zeit in Neuseeland! Sie war plusquamperfekt ;)! <3

Der verzweifelte Versuch fast 5 Monate in einem Souvenir unterzubringen

Sonntag, 08.02.2015

Ich bin zurück in Auckland und wohne auch wieder im gleichen Hostel. Nicht, weil das so toll ist, sondern zentral und ich bin nicht motiviert noch mal umzuziehen.
Ich weiß noch genau, wie vor ungefähr vier Monaten im Zimmer gegenüber die Tür geknallt ist und der Strom bei mir ausgefallen. Hinter dieser knallenden Tür wohne ich nun.
Während gegenüber die Tür nicht richtig schließt und man so immer vor dem Aussperren geschützt war, ist diese nun hochmotiviert.
Abends bin ich mit meiner amerikanischen Freundin aus Hahei in eine Bar gegangen. Es war ihr letzter Abend in Neuseeland und wir mussten ihre schöne Zeit hier feiern. Wir haben Tea Pod Cocktails geteilt und uns so durch die Sorten probiert. Es bringt total Spaß, bunte Cocktails aus einer Teekanne zu gießen. Schade, dass sie nun auch weg ist, aber so ist das eben.

Am nächsten Morgen bin ich voller Motivation aufgestanden, habe meine Listen und Kram eingesammelt und bin losgelaufen zum IEP Office, in dem ich alles buchen kann. Das war geschlossen, weil Samstag war. Irgendwie hat mich das sehr überrascht, genervt und meine gesamte Planung über den Haufen geworfen.
Ausgebremst bin ich dann ins Hostel zurück und habe quasi den ganzen Tag damit verbracht, den Blog zu aktualisieren und neue Pläne zu schmieden.
Dann bin ich noch mal auf einen Spaziergang durch Auckland gegangen. Es hat sich nichts verändert bis auf das Wetter. Ich habe vor einiger Zeit meine Bürste verloren und musste die nun doch ersetzten. Ich dachte, ich schaffe die letzte Woche so, doch Dread Locks stehen mir nicht.

Der Sonntag stand ganz unter der Frage; Zoo oder Waiheke Island. Da ich noch keinen Kiwi gesehen habe aber schon viele Strände, habe ich mich für den Zoo entschieden. Ich habe eine ziemlich lange Zeit vor dem Kiwi-Terrarium gewartet und schließlich einen gesehen!! Da Kiwis nachtaktiv sind und schlecht gucken können, ist das Kiwi-Haus nur von "Sternenlicht" erleuchtet und es dauert etwas, bis man überhaupt etwas sehen kann. Als ich den Vogel gesehen habe, fand ich ihn doch interessanter als erwartet. Es war sogar ziemlich aufregend, weil er direkt vor der Scheibe rumgepickt hat. Der Kiwi war doch etwas größer, als erwartet und sieht ganz weich aus.
Nachdem das abgeharkt war, bin ich noch etwas länger durch den Zoo gewandert und dann schließlich zum Souvenir-Shopping aufgebrochen.
Es ist schwierig ein DAS Souvenir zu finden und so habe ich viele Läden besucht. Vielleicht habe ich auch einfach nur besondere Ansprüche aber schließlich habe ich ein Maori-Wörterbuch gefunden. Schon im Laden hatten die Verkäufer und ich damit viel Spaß und es ist immer noch spannend. Also; Kua mutu tera. Ka kite! xx

P.S.: Unterhalb ist viel ergänzt ;)!

best rope swing ever!

Freitag, 06.02.2015

Irgendwie ziemlich plötzlich begann auch schon die letzte paar Tage meiner Neuseelandreise. Wenn ich an meine katastrophale Zugfahrt zum Flughafen denke und dass danach eigentlich schon genug von Abendteuer hatte, habe ich es doch noch weit gebracht.
Ich bin aus der Sonne in den Regen nach Hahei gefahren (egal, wie sehr es regnet, wenn man den Ortsnamen sagt, klingt es fröhlich). Trotzdem war der späte Nachmittag hier eher deprimierend grau und dabei sollte es die nächsten Tage bleiben.

Hoffnungsvoll bin ich am nächsten Morgen um halb 6 aufgestanden und eine Stunde zum Cathedral Cove gelaufen, um dort den Sonnenaufgang zu sehen. Leider war es dazu zu bewölkt und ich bin ziemlich müde wieder zurück gegangen.
Nachdem ich von diesem (erstaunlich hohen) Pier gesprungen bin, reizte eine Schaukel trotzdem noch. Durch Zufall hatte ich abends auf Instagram ein Bild dieser "Schaukel" gesehen und meiner schwedischen Mitbewohnerin davon erzählt. Die fing mich auf meinem Weg zurück ins Bett ab und wir sind die Schaukel suchen gegangen. Inzwischen war der Himmel klar und für halb 9 schon erstaunlich warm. Erst bin ich auf die Schaukel geklettert und wollte anfangen zu schwingen, doch das ging nicht gut. Dann habe ich die Stufen in dem weichen Stein gesehen... Also bin mit der Schaukel da hochgekrabbelt. Oben war es doch etwas höher als erwartet, aber das schockte mich gar nicht mehr. Trotzdem bin ich auf das Holzstück gesprungen und (zugegebenermaßen laut quietschend) über den Strand geflogen.
Die allesverändernde Entscheidung des Tages war; nicht zum Hot Water Beach zu fahren sondern noch mal bei Sonnenschein zum Cathedral Cove zu wandern. Viel wichtiger dabei war, dass ich meine amerikanische Mitbewohnerin gefragt habe, ob sie mit möchte. So hatte ich eine unterhaltsame Wanderung zum Strand. Wir haben gebadet, im Schatten gelegen und am Sting Ray Bay (an dem irgendwo Stachelrochen sein sollten) gestanden und ewig überlegt ib es ein weiterer Felsen oder ein Rochen im Wasser ist. Wahrscheinlich war es ein Stein. Auf dem Rückweg sind wir noch mal zum Schaukel-Strand gegangen, haben gebadet und "geschaukelt". Wobei letzteres nicht immer erfolgreich war. Aber niemand hat sich verletzt und das einzige was am Ende weh tat, waren unsere Lachmuskeln. Man siehe selbst:

 

Meine Geschaukel verlief weitesgehend unfallfrei (ich habe mir nur den Kopf beim Klettern gestoßen und bin gegen den Knoten gesprungen); heißt auf dem Video bin ich die Figur, die erst aussieht als wolle sie ein Flugzeug laden und dann als hätte sie schlimme Bauchschmerzen.
Ich hatte schon gedacht, dass Mount Maunganui ein tolles Ende gewesen sei und ich nun wirklich nicht viel mehr erwarten kann, aber diese paar Tage waren wieder unglaublich. Am letzten Morgen habe ich dem Sonnenaufgang noch mal eine Chance gegeben, wenn auch nur am "einfachen" Strand. Jetzt sprenge ich noch mal mit zu vielen Fotos den Rahmen und halte mich dann in den nächsten Tagen in Sachen "Schwärmerei" zurück! ;)

 

Unterm Strich hatte ich viel Spaß und als Andenken einen blauen Fleck und eine Beule, aber wen kümmert das noch. Ich hatte Coromandel immer für überbewertet gehalten und vielleicht trifft das auf den angeblich überfüllten Hot Water Beach zu, doch Hahei Beach macht es auf die Liste der Lieblingsorte. Nebenbei habe ich nun auch 4000 Besucher!! xx

The Mount

Donnerstag, 05.02.2015

Nachdem ich ein ganzes Wochenende mehr oder weniger bedeckten Himmel hatte, kam ich bei strahledem Sonnenschein in Mount Maunganui bei Tauranga an. In diesem süßen Ort ist man nie weit vom fast leeren, langen Strand entfernt.
Am nächsten Tag bin ich bei fast wolkenlosem Himmel den Mount Maunganui hoch gewandert. Es ist nicht besonders weit doch bei der Temperatur ausreichend (ich beschwere mich auf keinen Fall!). Die Aussicht über die Langzunge war unglaublich. Ich sollte Zuhause auch mal die nahen "Berge" hochwandern, vielleicht haben wir auch sowas ähnliches!

Ich habe wieder ein bekanntes Gesicht gesehen und war Eis essen und Baden.
Zum Schluss bekomme ich hier noch ein richtiges "Sommerurlaub"-Gefühl. Doch langsam drängt sich auch das nahende Ende meiner Reise ins Bewusstsein.
Ich bin zufrieden mit meiner Reise und würde jetzt natürlich alles ganz anders machen.
Es werden immer mehr Verabschiedungen, wie vor einigen Monaten Zuhause und das ist schade. Trotz allem hatte ich am Ende zwei besondere Tage mehr. xx

Der Sprung von einem Pier in meine letzte Woche

Samstag, 31.01.2015

Von Rotorua aus habe ich eine kleine Rundreise um die Ostküste der Nordinsel Neuseelands gemacht. Hier bin ich bisher noch nicht gewesen und mit "normalen" Bussen ist diese Gegend nur bedingt zu erreichen, so bin ich mal wieder mit "Stray" unterwegs gewesen. Außerdem gibt es kaum Wifi oder Empfang, doch daran bin ich inzwischen schon gewöhnt.
Unser erster Halt war Gisborne, wobei wir etwas außerhalb des Ortes an einem kleinen Haus am Strand gewohnt haben.

Am Abend gab es ein Lagerfeuer am Strand und einige Stunden später haben wir uns alle wieder dort eingefunden, um den Sonnenaufgang zu sehen. Gisborne ist der erste Ort, der die Sonne des neuen Tages sieht. Leider war es zu bedeckt, um wirklich viel davon zu beobachten. Kurze Zeit später wurden wir zu einer Rundfahrt durch Gisbornen und zum Weintasting abgeholt. Etwas, das vormittags etwas merkwürdig ist.
Danach ging es die wahrscheinlich einzige richtige Straße der Ostküste weiter zum längsten Pier Neuseelands. Den durften wir runterspringen. Man läuft also den ganzen, erstaunlich langen Steg runter, um am Ende festzustellen, dass es höher ist, als man erwartet hat.
Also; nicht runtergucken sondern einfach springen. Es war hoch aber nicht so kalt, wie erwartet. Erfrischend.

Der nänchste Nachtstopp war an einem kleinen Holiday-Park am Strand bei Te Akaroa. Der Ort besteht aus einem winzigen Supermarkt, einer Schule, einem Café und seiner Sehenswürdigkeit (einem riesigen Baum). Der Baum ist der Größte seiner Art und deshalb bekannt. Am Abend unserer Ankunft hat es mit ungefähr dem gleichen Druck der Dusche am Morgen geregnet/ genieselt.
Der Strand war verlassen und voll von angeschwemmten Muscheln und Ästen, ein schöner Ort.
Am nächsten Morgen haben wir von hier aus das East Cape Lighthouse besucht. Der Aufstieg war anstrengend doch den Blick wert.
Dann haben wir auf dem Weg nach Te Kaha eine christliche Kirche mir Maori-Dekoration besucht, eine tolle, bunte Kombination. Wir haben eine Maori-Schnitz-Schule/Werkstadt besucht. Dann kam das Highlight des Wochenendes; wir durften spontan bei dem Anmalen helfen. Ich habe also einen kunstvoll geschnitzten Stab rot und schwarz bemalt!
Abends haben wir bei einem älteren Maori gewohnt. Mit zwei anderen habe ich ein Resteessen-Menü gemacht und abends konnten wir im heißen Pool mit Blick auf den (bedeckten) Himmel plantschen.
Insgesamt ein tolles Wochenende, die Gruppe war gut, doch das Wetter war nicht so berauschend. Immerhin kein Sonnenbrand! xx

       

Eine ganz heiße Quelle

Donnerstag, 29.01.2015

Im Shuttle zum SkyDive haben wir noch ein anderes Mädchen eingesammelt, zufällig auch Laura. Nachdem wir schon in unser ersten Stunde zusammen so viele Gemeinsamkeiten festgestellt haben, haben wir uns die Tage in Taupo immer wieder getroffen (wenn auch geplant) und tolle Plänr gemacht.

Einer der vielen zunehmend verrückter werdenen Ähnlichkeiten war, dass wir beide am Donnerstag nach Rotorua fahren und im gleichen Hostel wohnen werden und und und.
Außerdem haben wir beide einen Blog hier (Hallo Laura! :D).

Aber eins nach dem anderen;Taupo ist ein gemütlicher, kleiner Ort, dessen besonderes Merkmal der riesige See ist. Lake Taupo ist angeblich so groß, dass die ganze Landmasse Singapurs reinpassen kann. Der große Eutiner See kann damit also nicht mithalten, auch wenn man bestimmt ganz Fissau darin versenken kann. Abends haben wir uns hier den Sonnenuntergang angesehen und gequatscht.
Nur eine Stunde von Rotorua (hohe geothermale Aktivitäten) entfernt, hat auch Taupo heiße Quellen. In einem Fluss etwas außerhalb kann man sich irgendwo zwischen eiskalt und kochend ins Wasser setzten und das Gefühl, in einer riesigen Badewanne zu liegen, genießen. Wir sind abends hingegangen und der Dampf in Kombination mit dem Sternenhimmel sah sehr geheimnisvoll aus. Die einzige Schwierigkeit ist, dann im Dunkeln aus dem Fluss und den Berg hochzuklettern. Nein, nicht schwierig, abendteuerlich!

Lake Taupo Heiße Quelle

Auf der einstündigen Busfahrt von Taupo nach Rotorua bin ich eingeschlafen und irgendwann erschrocken aufgewacht, weil ich dachte, ich hätte meinen Stop verpasst. Aber ich konnte riechen, dass wir bald da sind. Der Ort stinkt hier nach wie vor. In Rotorua habe ich dann Christin aus Greymouth und Laura wiedergetroffen. Es war wieder Night Market und es gab tolles Essen, Kunst und Handwerk!
Am Eingang des Marktes war ein Stand mit Popcorn und es wurden Kostproben in offene Hände gegeben! Geschlafen habe ich in einem 10-Bett Dorm. Das war okay, bis die eine um 7 Uhr morgens ihren Wecker erst nicht gehört und dann Snooze gedrückt hat. xx

 

Zurück unter Leute

Dienstag, 27.01.2015

Ein ab Mittag regnerischer Tag in Taupo erlaubt mir, alles auf den neusten Stand zu bringen;
Die Besitzer kamen schließlich wieder und ich wurde am nächsten Tag von der Farm aus mitgenommen zur Grundschule.
Einschulungen hier sind ziemlich enttäuschend; keine Deko, keine Schultüte (!!), Kind wird in Schuluniform gesteckt und abgegeben.
Dann hatte ich einen 20 minütigen Marsch durch die Sommerhitze vor mir und war schließlich an der Bushaltestelle. Der Bus war fast bis auf den letzten Platz belegt. An meinem Arm klebte (ja, wirklich KLEBTE) fast zwei Stunden eine korpulente Frau und schlief. Nachdem ich in letzter Zeit eher wenig Kontakt zu anderen Menschen hatte, reichte es mir da auch schon wieder...
Die landschaftliche schöne Strecke und die funktionierende Klimaanlage konnten die fünfeinhalbstündige Fahrt noch etwas retten und wann hat man schon mal Zeit einer einstündigen Remix (mehrfach) durchzuhören?

Mein Hostel in Taupo ist toll! Keine Hochbetten, große Zimmer und relativ zentral. Über dem Lake Taupo kann man außerdem den günstigen Tandem SkyDive (Fallschirmsprung an jemandem dran, der weiß was er tut) Neuseelands machen. Ich wollte mich erstmal etwas erkundigen. Kaum hatte ich den Besitzer darauf angesprochen, hatte er schon das Telefon in der Hand, schubs war ich für den nächsten Morgen angemeldet.
Den Rest des Tages habe ich mich etwas umgesehen und bin gegen Abend in das kühle Dunkel eines Kinos geflohen. Ich wollte schon immer mal allein ins Kino gehen! (Auch wenn es nicht zu 100% geklappt hat, aber irgendwer redet wohl immer mit einem)
Ich muss sagen, ich bin etwas nervös gewesen. Tief in mir war ich immer noch nicht ganz sicher aber dann war ich auch schon im Shuttle-Bus und wurde in einen super attraktiven Strampelanzug gesteckt. Dann wurde ich von Ryan an die Hand genommen und saß auch schon im Flugzeug nach oben.
Ich bin von "nur" 12,000 ft gesprungen (wie ein Baby festgetüdelt an Ryan). In eine Wolke, durch die Wolke. Auf einem Video, was ich gerne Zuhause vorzeige, kann man meinen etwas anspannten Gesichtsausdruck sehen. Aber es hat unglaublich viel Spaß gemacht, nachdem man sich kurz dran gewöhnt hat!
Als der Fallschirm geöffnet war, durfte ich auch mal etwas lenken. Also sind wir in aufregenden und etwas unkontrollierten Schlenkern nach unten gesegelt.
Unten angekommen hatte man das Gefühl: NOCHMAL!
Die Videos und Fotos sind unterhaltsam, mein Gesicht flatterte einmal etwas und auch so sieht es komisch aus, wenn jemand mit Flugbrille lacht, Stichwort: Hamster. Aber es sind auch welche dabei, wo mein Gesicht relativ normal aussieht. Die zeige ich natürlich gerne!


Meine Haare wurden in einer merkwürdigen Frisur weggesteckt, damit mein Tandem-Partner sie nicht im Mund hatte, was da so fröhlich hinter uns herflattert ist sein Pferdeschwanz (erst war ich etwas irritiert).
Ab jetzt orientiere ich mich auch wieder zu freien/günstigeren Aktivtäten, aber einen Ausrutscher kann man sich doch erlauben ;)! xx

Alleinherrschaft auf dem Bauernhof

Dienstag, 27.01.2015

Ich war fast fünf Tage allein auf einem kleinen Hof.
Wie es begann: Ich dachte, es sei eine gute Idee nach Wellington auf eine Farm zu fahren, um dort etwas zu arbeiten.
Nachdem es in Wellington an jeder Ecke free wifi gab, gibt es hier nichts. Der PC mit Internetanschluss funktioniert nicht und die ersten 48 Stunden hatte ich nicht mal Guthaben auf dem Handy. Ich war in Sachen Kontaktaufnahme mit anderen etwas aufgeschmissen.
Gerade aus dem Bus riss meine Essenstüte. Dann stellte sich heraus, dass ich erstmal 30 Minuten zu dem Punkt laufen muss, an dem ich weiß, wie ich die 2,5 Stunden zur Farm laufen kann. Nach ein paar Straßen hielt ein Auto neben mir, der nette Mann, der mir eine neue Plastiktüte gegeben hat, und seine Tochter haben mich mitgenommen und zur Farm gefahren. Sie sind die nächsten Nachbarn, nur 5 km die Straße runter, quasi um die Ecke.
Auf der Farm habe ich die ersten Stunden niemanden auffinden können, zum Hof gehört auch ein kleines Hostel, dort wohnte aber zur Zeit außer mir niemand.
Am ersten Tag habe ich ein paar Blätter gefegt und bin dann mit zur Nachbarn Farm gefahren. Die gehört auch Gary und hier sind derzeit alle seine Schafe zum Schären. Mein erster Arbeitstag war also sehr entspannt und bestand aus zugucken und den fünfjährigen Sohn beim Hämmern zu unterstützen.
Am nächsten Tag hatte mich auch die dreijährige Tochter in Beschlag genommen. Ihre Hilfe war beim Blätter fegen quasi unverzichtbar. Sie hat fast ununterbrochen geredet und hat sich von mir in der Schubkarre fahren lassen. So habe ich auch endgültig das Herz der Eltern gewonnen. Noch nie hat die Kleine mit den Wwoofern gespielt oder mit geredet.
Nachdem mir die Kindern anvertraut werden können, warum nicht gleich der ganze Hof? So wurde ich plötzlich für einige Tag stolze Besitzerin einer Backpacker Lodge, einiger Schweine, Hühnern und einem Arbeitshund. Meine Pflichten beschränken sich eigentlich auf das Füttern der Tiere und das einchecken etwaiger Gäste. Um die Kühe musste ich mich nicht kümmern und leider hatten sie auch kein Interesse an mir.
Letzendlich wurden aus "einige Tage" eher "ein paar mehr Tage" und irgendwann war auch gut...
Ganz ehrlich, die ersten drei Tage hatte ich noch viel Spaß. Das klingt etwas unglaublich, aber mein Tage hatte einige Highlights. Zum Beispiel: Ich habe die Schweine gerufen und sie sind gekommen. Das war cool. Ich habe (erste) ernsthafte hitchhike Erfahrungen gemacht. Es gab keine anderen beachtenswerte Möglichkeit in den Ort und damit zum Supermarkt zu kommen. Ich hab es geschafft und bin auch wieder zurück gekommen.
Es gab fast allabendlich schöne Sonnenuntergänge und ich konnte viele Fotos machen. Immer präsent war der Mount Taranaki, den ich jeden Nachmittag skizziert habe.
Doch es lief auch nicht immer alles nach Plan; Meine Lebensmittelplanung beruhte auf einem Brot, was ich backen wollte; leider ging der Backofen nicht. Eigentlich wollten die Familie am Freitag oder Samstagmorgen zurück kommen und ich hatte auf eine Fahrt zum Supermarkt gehofft, denn langsam wurde es knapp. Samstagabend bekam ich einen Anruf, dass sie erst Sonntag kommen. Inzischen hatte ich auch meine ersten Gäste bekommen, die mich wegen meines Lebensmittelmangels bemitleideten. Orange und Tütensuppe zum Dinner klingt doch vielversprechend. Aber sie haben etwas Öl gespendet, damit ich mein Mehl doch noch zu etwas verarbeiten kann. Eier hatte ich dank der Hühner auch mehr als genug.
Unangehme Erfahrungen der Woche: dieses blöde Vieh auf dem Dach (und seine ganze Familie), ein Huhn hat meinen Fuß gepickt.
Neue Theorie: Mückenspray zieht Stechinsekten an. Der einzige Grund, aus dem sie verschwinden ist, damit sie ihre Freunde holen können.
Ich habe also einiges erlebt und vor allem gelernt mich tagelag selbst zu unterhalten. Eine schöne Zeit, ich kann gar nicht alles beschreiben!
Um allen zeigen zu können, was ich gemacht habe, habe ich ein kleines Videotagebuch gemacht, was ich noch zusammen schneiden muss.
Ein paar Bilder unterschiedlich in Kamera und Qualität kann ich aber nun schon teilen:

Meine Lodge Abgewiesen von den Kühen Mein erstes Ei gefunden Mount Taranaki Meine kleine Farm

 

"Trolfies"

Donnerstag, 15.01.2015

Ich habe wieder die Insel gewechselt und bin nach Wellington zurückgekehrt. Eine Woche Stadt bevor ich zurück in die leeren Gegenden fahre. Da ich das klassische Sightseeing schon bei meinem ersten Besuch in Wellington gemacht habe, hatte ich für diese Woche ein alternatives Programm; Piercer, Sonnenuntergänge, Nachtwanderungen, Picknicks, schräge Parties, Märkte, Rumtreiben.

Mein Troll-Selfie

Eine meiner besten neuen Ideen ist bereit vorgestellt zu werden; das Trolfie! Ich bin beim Weta Cave Studio gewesen. Hier werden die Special-Effects für Narnia, Planet of the Apes und natürkuch den Herr der Ringe und den Hobbit gemacht! In einer Gegend mit Wohnhäusern ist ein kleines Museum mit den drei Trollen im Vorgarten. Die drei sind sehr detailiert gestaltet; dem einen läuft sogar die Nase. Eine Tour habe ich nicht gemacht aber einen kleinen Film gesehen und das Museum angeguckt.


Nein, ich habe keine neuen Löcher, aber eines nachmittags traf ich im Hostel ein Mädchen, die auf der Suche nach einem war. Also haben wir eine Adresse rausgesucht und ich bin nach einer halben Stunde Freundschaft zum Händchenhalten mitgekommen.
Im hochsommerlichen Januar ist im Botanischen Garten allabendlich live Musik und alle bringen ein Picknick und etwas Bier.

Außerdem habe ich mir auf dem Mount Victoria den Sonnenuntergang angesehen und erste POSITIVE Sushi-Erfahrungen gemacht. Die Schaukel auf dem Berg wurde abgebaut, weil da zu viele Leute runtergefallen sind und sich verletzt haben. Wobei mir ein Rätsel ist, wie man sich dabei ernsthaft verletzten kann und wer ist noch nicht von einer Schaukel gefallen? Die einen öfter als andere aber alle haben es überstanden.
Da ich mal wieder etwas länger an einem Ort geblieben bin, konnte ich mal richtig einkaufen und kochen.
Zurück an einem bevölkerteren Ort habe ich auch wieder einige Freunde wiedergetroffen. Nicht Pool sondern Beer Pong und Gärten und Parks anstatt besprayte Bars (wobei die Wohnungen genau so aussehen). Eine schöne spannende Zeit in der ich mich auch manchmal angenehm gelangweilt habe. Jetzt geht es langsam Richtung Auckland Airport, kein Stress; Geschwindigkeit ist bisher nicht meine Stärke gewesen. Das lässt viele verwirrt gucken, doch mir wurde gesagt, dass man auf mein Schneckentempo neidisch ist.

Die Woche in einem der tollsten Hostels bisher in einigen Bildern:

Jerry's House

Donnerstag, 15.01.2015

Das Wichtigste zuerst: ich habe endlich einen Wal gesehen!!
Einen Pottwal, der erst etwas an der Oberfäche getrieben und dann eindrucksvoll abgetaucht ist. Ich habe mich so sehr gefreut! Fast hätte ich mir ein passenden Souvenir-Kuschelwal gekauft... Aber den hätte ich nicht mehr in meiner unterbringen können.



Außerdem: Jerry ist ein netter, alter Fischer, der in seinem Garten ältere Trecker und Boote sammelt und gerne junge Leute einstellt oder einlädt und mit Wein und Crayfish bewirtet. Ich durfte einen Crayfish aufschneiden und "zubereiten", wobei ich nicht gerade ein Naturtalent bin. Wir hatten einen tollen Abend!
Am nächsten Morgen sind die meisten schon weiter gefahren, aber ich hatte noch einen schönen sonnigen Tag in Kaikoura. Überraschend habe ich dann einen Anruf von dem Unternehmen bekommen, dass das Schwimmen mit wilden Dusky Dolphins ermöglicht. Zu meinem Glück hatte jemand abgesagt und ich durfte von der Warteliste nachrücken. Um 5:30 sind wir raus auf das Wasser gefahren und haben im Morgenlicht nach den Delfine Ausschau gehalten.
Erst hatte ich wirklich Angst vor den großen Tieren. Sie waren so schnell und viele und ich war eine träge Puppe in einem 4 cm dicken Wetsuit und nicht gerade flexibel.
Dazu kommt noch, das ich ungern durch einen Schnorchel atme. Doch es ist passiert, was auch beim Tauchen passiert ist, irgendwann vergisst man es und genießt die Aussicht. Dieses Mal hatte ich meine Kamera dabei und tolle Aufnahmen von den Delfinen. Manchmal kamen sie so dicht, dass ich erschrocken mit der Kamera zurückgezuckt bin. Um die Delfine zu unterhalten und neugierig zu machen, sollten wir Tauchen, uns im Kreis drehen und Geräusche machen. Es war toll, aber auf der Rückfahrt war ich schrecklich müde und mir war etwas schlecht. Doch das war es wert!
Man bekommt hoffentlich einen guten Eindruck von diesem Sprung aus meiner Komfortzone in einen großen Schwarm Delfine.
Ich hatte als ein paar sehr ereignisreiche und spannende Tage in Kaikoura!
Viel Spaß beim meinem kleinen Video, ich schlage Hintergrundmusik (ab 1:50 min) vor. Natürlich musste ich viel rausschneiden. Wer möchte, kann sich alles ungeschnitten angucken, wenn ich wieder zurück bin. xx

Steine sind okay

Montag, 05.01.2015

Die Moeraki Boulders sind der Grund, weshalb ich überhaupt hier runter gefahren bin. Es stellte sich jedoch heraus, dass die noch ungefähr eine Stunde von Dunedin entfernt sind.
Ich bin morgens mit dem Bus hingefahren, denn die riesigen, runden Steine sind nur bei Ebbe richtig gut zu sehen.
An Buszeiten gebunden war ich vor allen anderen da und auch etwas länger. Also laufen nicht auf allen meiner Bilder andere Leute rum und ich hatte viel Zeit einen Spaziergang am Strand zu machen.
Ich war fast allein am Strand, als die Wolken sich öffneten, das Licht war wunderschön und der ganze Moment magisch. Das war einer der tollsten Momente und besten Orte meiner Reise bisher.



Ich habe außerdem Dunedin erkundet; den Street-Art Walk gemacht, die Cadbury Chocolate Factory besucht und bin die steilste Straße der Welt hochgeklettert. Der Fußweg besteht größtenteils aus Stufen und nur die Fahrbahn ist wirklich so steil.
Die meisten Abende hier habe ich mit Obst aus dem kleinen Markt in der Nähe im Hostel verbracht. Die Managerin ist eine liebe, ältere Dame, die von vielen Mum genannt wird. Hier wohnt man mit persönlicher Betreuung und ohne, dass man dem Wetter entsprechend angezogen ist und trotzdem eine Jacke dabei hat, kommt man nicht an ihr vorbei nach draußen.
Insgesamt ist Dunedin ein schöner Ort, doch leider sind noch Ferien und so ließ sich nicht herausfinden, ob es wirklich eine so nette Studentenstadt ist. Trotzdem war es angenehm, endlich mal wieder ältere Gebäude zu sehen und etwas von der Route "nach oben" abzuweichen.

"Ich kann nicht skypen, ich geh auf Pinguin-Tour!"

Freitag, 02.01.2015

Das klingt nur wie eine schlechte Ausrede, wie es dazu kam:
Ich bin wieder aus dem Bus gestiegen und nach eine Nacht in Christchurch nach Dunedin aufgebrochen. Nicht besonders organisiert, aber ich habe gehört, dass es ein netter Ort sein soll und ich wollte die großen, runden Steine sehen, die auf der Ecke irgendwo sind.
Neben mir im Bus saß eine freundliche, ältere Dame, die mir gleich alles erklärt hat, wenn sie nicht gerade auf ihrem tragbaren Radio Cricket gehört hat.
Die Steine sind etwas außerhalb so wie eigentlich alles andere, was es zu sehen gibt.
Wie zum Beispiel die Pinguine!

Also bin ich auf eine Pinguine-Albatross-Seelöwen-fur seal-Tour gefahren und habe alles bis auf den Albatross gesehen.
Die Robben waren einfach nur niedlich; winzig und tapsig aber auch erstaunlich laut. Ich habe mehrere Videos wie sie "laufen" und plantschen.
Am Pinguin-Strand hatten wir Glück und einer kam einer gerade aus dem Wasser getüffelt (anders kann man diese Art zu laufen nicht beschreiben). Er ist nur einen Meter an uns vorbei gelaufen und wir mussten versuchen ihm auszuweichen. Die Pinguin-Art hier hat gelbe Augen und einen lauten Ruf. Die Nester und ihre Küken verstecken sie im Wald. Ich weiß nicht, was ich gedacht habe wo sie wohnen, aber irgendwie hat es mich überrascht, dass Pinguine im Wald leben. Mal wieder sah die Landschaft ganz anders aus, diesmal wie Irland. Es war ein friedlicher Strand und so spät das Licht und die Stimmung ganz besonders.

Mount Cook

Donnerstag, 01.01.2015

Mein erster Blick auf das neue Jahr

Mein neues Jahr habe ich am Mount Cook begonnen. Als wir ankamen regnete es in Strömen und das Hostel war so gemütlich, dass man es ungern verlassen wollte.
Am Abend haben wir in einer spärlich ausgestatteten Küche gemeinsam gekocht. Gemüse musste mit dem Taschenmesser geschnitten werden und es gab für unser Curry entweder Gabel oder Löffel.
Mitternacht haben wir draußen runtergezählt und etwas unfreiwillig eine Champagner-Dusche genommen. Angeblich sollte man am Mount Cook wunderbar Sterne gucken können, aber es war immernoch bedeckt. Trotzdem waren ein oder zwei helle zu sehen.
Letztendlich muss ich aber sagen, dass ich Silvester lieber Zuhause verbracht hätte.

Ein Neujahrsspaziergang führte uns einen Berg hoch zu einem Aussichtspunkt. Den ganzen Tag im Bus auf dem Weg nach Rangitata hatten wir immer wieder den Mount Cook im Blick. In Rangitata gibt es so gut wie nichts. Mal wieder ein Ort mit Sandflys, ohne Internet oder Netz. So langsam habe ich mich daran gewöhnt. Ich habe einen riesigen Stich in Neuseelandform (mit etwas Fantasie) bekommen. Außerdem gab es hier dreistöckige Hochbetten, die trotz ihrer Höhe viel sicherer wirkten als die in Mount Cook.
Vielleicht bin ich etwas schwungvoll hochgeklettert, vielleicht war das Bett einfach instabil... auf jeden Fall ist es etwas gekippt.

 

Kalt, Kälter, Am Kältesten, Scheißekalt!

Mittwoch, 31.12.2014

Nach Jan Philipp Zymny.
Ungefähr das ist die Temperatur des Lake Wakatipu in Queenstown um 7 oder 8 Uhr.
Doch das konnte mich nicht aufhalten mehrfach früh morgens vor toller Kulisse zu baden. (Beweisfotos, wer mag, kann gerne mal auf mein etwas angespanntes Gesicht zoomen)

 


Wobei das Baden hier nicht mit dem Zuhause vergleichbar ist. Zuhause kann man etwas rumplantschen und das kühle Wasser genießen, hier springt man rein, bewegt sich lieber nicht und krabbelt mit tauben Füßen nach 5 Minuten wieder raus. Unglaublich erfrischend :)

Endlich habe auch ich den neuen Hobbit-Film gesehen! Da die Landschaft sich hier manchmal wiederholt, könnte es überall sein, aber ich möchte gerne glauben, dass ich da auch schon gewesen bin!
Der letzte Abend in Queenstown endete mit diesem wunderschönen Sonnenuntergang:



Und da haben wir sie; die 3000! Bis nächstes Jahr! xx

Schwarzfußindianer

Sonntag, 28.12.2014

Ich hoffe, das war nun nicht zu politisch unkorrekt. Das ich sagen will; ständiges Barfußlaufen hinterlässt Spuren. Aber es ist so schön und hier überall akzeptiert!

Ich bin früh morgens mit einer Erkältung aufgewacht.
Der dauerhafte Aufenthalt unter Klimaanlagen und neben nicht schließende Fenster hat Folgen.
Aber mich wundert schon, dass ich erst jetzt krank geworden bin.
Trotzdem war ein toller Sommertag und den wollte ich nutzen. Wir sind mit der Gondel zum Luge gefahren. Es hat wieder unglaublich Spaß gemacht und die Aussicht war toll.
Um die wilde Fahrt dieses Mal wirklich auf Video festzuhakten, habe ich einen meiner Helmbefestigungssticker auf einen der Helme geklebt. Zu meiner Verteidigung; da waren einige mit GoPro-Befestigung, aber die passten nicht; andere Rollei-Action-Cam-Nutzer werden wir sicher irgendwann dankbar sein... Das Ergebnis: würde ich gerne heute schon zeigen, leider wurden aus zunächst 53 Minuten Ladezeit, 646. Also muss das noch etwas warten. Nächstes Jahr ;)
Oder auch nur bis Mount Cook:


Leider habe ich mich trotz Faktor 50 Sonnencreme auf der Luge-Bahn verbrannt. Beim Anblick meiner Schultern würde ein Dermatologe in Tränen ausbrechen. Ich werde also die nächsten Tag die Sonne eher meiden.



Abends waren wir bei "Fergburger" einen Burger essen. Das Restaurant macht angeblich die besten Burger Neuseelands und die muss man natürlich probieren, wenn man schon mal hier ist. Der Burger war riesig und hat wirklich gut geschmeckt! Es war wie das Gefüllte Fladenbrot von Ralph; zu viel und zu lecker, sodass man einfach alles aufessen will.



Jetzt sind alle wieder auf dem neusten Stand! xx

Ein schiefes Baumtrampolin

Samstag, 27.12.2014



Ich stand auf einem Baum. Das war eigentlich auch das Highlight des Tages. Die Bäume hier werden von dem starken Südwind zur Seite gebogen und die Äste haben sich verwoben ein Dach gebildet. Man konnte unter den Bäumen in einer Höhle stehen ODER drauf. Und ich wäre ja nicht mit Stray "off thr beaten track" unterwegs, wenn wir nicht raufklettern würden. (Nein, meine Hose ist dabei nicht so kaputt gegangen. Ja, sie ist unmöglich und ich werde sie Zuhause nur im Geheimen anziehen)
Es war etwas merkwürdig, weil alles gleich weich und nachgiebig war und man auch zur Seite runterrutschen oder durch Löcher fallen konnte. An der einen Stelle war eine Art Trampolin. Ich habe mich rückwärts reingeworfen, so viel Spaß kann man mit schiefen Bäumen haben! Die Schwierigkeit war danach allerdings von dem Baum wieder runter zu kommen, trotzdem bin ich nicht durch ein Loch gerutscht sondern lieber geklettert.

Dieser unterste Teil der Südinsel ist genau so wenig besiedelt wie der oberste Teil der Nordinsel. Wir mussten zwischen den Stationen immer ein längere Zeit fahren. Außerdem waren nicht nur viele Bewohner im Sommerurlaub, scheinbar haben sie die Seelöwen und Pinguine gleich mitgenommen. Die Landschaft, Schafe und Wasserfälle war aber noch da und damit gab es trotzdem noch viel zu gucken.

Der Vollständigkeit halber  

Nach einem langen Tag endlich wieder in Queentown angekommen; vier Nächte an einem Ort UND im gleichen Bett! xx

an mich- von mir

Donnerstag, 25.12.2014

Mein Weihnachtsgeschenk an mich selbst war die Deep South Tour nach Milford Sound und Invercargill.
Eigentlich wollte ich gerne noch nach Stewart Island, aber deren wenige Einwohner feiern auch Weihnachten und alle Geschäfte, Bars und Aktivitäten sind geschlossen.
Da die Landschaft auch fast überall gleich schön ist, hebe ich mir die "Dritte Insel Neuseelands" für meinen nächsten Besuch auf (man weiß ja nie).
Es ging früh am Weihnachtsmorgen oder Heiligabend Zuhause los.
Ich war schrecklich müde aber auf dem Weg nach Fjordland kann man unmöglich schlafen. Zum einen, weil man sich dann bei den unebenen Straßen mit Sicherheit ernsthaft verletzten würde, zum anderen weil man diese Landschaft auf keinen Fall verpassen will (hier wurde Lothlorien gedreht). Zwar aber wir oft angehalten, damit alle mal ein nettes Bild machen konnte, aber das reichte noch lange nicht. Ich bin bald eine Meisterin im aus-dem-Fenster fotografieren.
Angekommen am Milford Sound (der eigentlich ein Fjord ist) sind wir auf das Boot. Ganz vorne hatte man den besten Blick und der war es auf jeden Fall wert, so durchgepustet zu werden.


Die Nacht haben wir in Gunn's Camp verbracht. Es besteht aus ein paar Hütten, an einer Straße, die nie beendet wurde und also ins nichts führt. Außerdem gibt es ein Museum mit viele kleinen Geschichten und einen verwunschen aussehenden Wald (und UNMENGEN Sandflys).
Noch mal zu den Straßen; ich hatte einen 2 Liter Karton Milch im Bus, in dem nur noch ein kleiner Rest war. Als ich den Abends ausgepackt habe, hatte die Milch Butterstückchen. Normal ist das glaube ich nicht.
Abends haben wir neuseeländische Weihnachten mit riesigem Barbecue gefeiert. Es gab Muscheln als Vorspeise und Pavlova zum Nachtisch.
Das Camp ist nicht an Stromleitungen angeschlossen und wird über einen Generator versorgt. Um Strom zu sparen, werden um 10 Uhr Steckdosen und alles Licht ausgeschaltet. Das heiße Wasser wurde mit einem Ofen neben den Duschen erhitzt. Außerdem gibt es weder Wifi noch mobiles Netz im Camp; insgesamt ein sehr entspannter Ort.
Ohne Strom waren wir gezwungen, Kerzen anzuzünden. Es fehlten nur noch die Kuscheldecke und der Baum, dann wäre es heimisch weihnachtlich gewesen!


Das Museum Zauberwald

Zu guter Letzt noch ein Bild von Facebook:

 

 

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